Sprachkurs und Freiwilligenarbeit Kanada - Montréal - Amelie F.

Amelie F. hat Ihre Zeit in Montreal voll und ganz genossen

Kanada Sprachkurs und Freiwilligenarbeit Kanada - Montréal - Amelie F.
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Was tun, wenn man nach dem Abi nicht weiß, wohin? Nachdem ich im Sommer mein Abitur bestanden hatte, wusste ich nicht so genau, was ich wirklich wollte. Ein Studium in Deutschland kam für mich zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Frage. Vielmehr hatte ich vor, irgendetwas Spannendes zu erleben und dabei meine Sprachkenntnisse zu verbessern. Am besten sowohl mein Englisch als auch mein Französisch. Dabei stieß ich auf das Work & Study - Programm der Carl Duisberg Centren. Von Kanada und der Zweisprachigkeit Montréals war ich schon zuvor begeistert, sodass ich nicht zweimal überlegen musste und mich für das Programm anmeldete. Glücklicherweise ging die gesamte Organisation ziemlich schnell, was mir sehr zugute kam, da ich schon im September starten wollte.

Als es endlich losging, war ich natürlich aufgeregt, ging aber komplett offen und neugierig an die ganze Sache ran. Ich wohnte im Evo, einer riesigen Studentenunterkunft mitten in Downtown, und fand bereits am Tag meiner Ankunft eine neue Freundin. Sie war meine Mitbewohnerin und wir wurden einander zugeteilt, da wir beide aus Deutschland kommen und die gleiche Sprachschule besuchten. Auch sie war mit den Carl Duisberg Centren unterwegs.

Gleich an meinem ersten Schultag fiel mir auf, wie offen und freundlich alle in der Sprachschule miteinander umgingen. Die Schule liegt mitten in Downtown in Vieux-Montréal, dem ältesten Viertel der Stadt, zehn Minuten zu Fuß von meiner Unterkunft entfernt. Die Kursgrößen waren sehr angenehm und die Lehrer immer nett und hilfsbereit. Da ich den Intensivkurs gebucht hatte, besuchte ich morgens von 9-12 Uhr den Grammatikkurs, von 13 bis 14:45 Uhr den „Culture et societé“ oder Theaterkurs und anschließend bis 16 Uhr die Diskussionsrunde. Ich fand es auch spannend, dass die meisten LehrerInnen gar nicht ursprünglich aus Montréal kamen. Einige waren aus Tunesien, dem Iran, Libanon aber natürlich auch aus Frankreich.

An den Wochenenden machten wir entweder Kurztrips wie zum Beispiel nach Ottawa und Toronto, die von der Schule organisiert werden oder unternahmen etwas mit Freunden. Montréal ist eine sehr vielseitige Stadt, sodass wir sowohl im Sommer als auch im Winter immer viele Möglichkeiten hatten. Es wurde auf jeden Fall nie langweilig und auch die außerschulischen Aktivitäten der Sprachschule waren immer lustig.

Nachdem die sechs Wochen Sprachkurs vorbei waren, fing ich mit meiner Freiwilligenarbeit an. Ich arbeitete in einer Umwelt-/Communityorganisation der Stadt Montréal namens „Éco-quartier NDG“. Da sich das Büro der Organisation ein wenig außerhalb befindet, nahm ich nun morgens die Métro und den Bus und brauchte etwa 40 Minuten, was allerdings kein Problem war, da ich ohnehin erst um 10 Uhr anfing zu arbeiten. Meine Mitarbeiter waren super lieb zu mir und erklärten mir alles. Ich entschloss mich meistens dazu, Artikel zu verfassen und Texte vom Englischen ins Französische zu übersetzen - oder andersrum. Außerdem half ich einer Kollegin dabei, Workshops für Kindergartenkinder über die Natur und Mülltrennung zu machen und häkelte mit Senioren. Die Arbeit war sehr abwechslungsreich und ich konnte immer selbst entscheiden, wo ich gerade helfen wollte.

Da wir Sprachschüler (und Studenten) uns in Montréal inzwischen relativ gut auskannten, erforschten wir natürlich an den Wochenenden auch das Nachtleben der Stadt. Es hatten sich kleine „Cliquen“ gebildet und so zogen „wir“ (Mexiko, Brasilien, Kolumbien, Kanada, Finnland und Deutschland) abends öfter mal los. Das Nachtleben ist sehr ausgeprägt und auch hier ist für jeden etwas dabei. Auffällig ist auch, wie sicher Montréal ist. Selten habe ich mich zuvor in einer Großstadt so sicher und wohl gefühlt, wie dort. Die Kanadier sind super nette und zuvorkommende Menschen, die einem sofort helfen, wenn man mal ein Problem hat.

Der Abschied von allen fiel sehr schwer und ich bereue wirklich, dass ich „nur“ drei Monate in Kanada war. Die Zeit verging wie im Flug und ständig machte man neue Erfahrungen, schloss neue Freundschaften und entdeckte etwas Neues. Ich kann allen, die nicht genau wissen, was sie nach dem Abi mit ihrem Leben anfangen sollen, nur empfehlen, das Work & Study - Programm zu machen. Wenn man Sprachen mag, ist man in Montréal auf jeden Fall gut aufgehoben. Die Multikulturalität ist faszinierend und ich persönlich habe mich in die Stadt verliebt. Ich denke, dass so ein Auslandsaufenthalt allenfalls viel bringt. Man selbst entwickelt, verändert sich, wird selbstständiger und lernt dabei neue Sprachen und eine andere Kultur kennen. Außerdem wird man in vielen Dingen selbstbewusster und offener. Ich bin rückblickend wirklich froh, mit den Carl Duisberg Centren nach Montréal gegangen zu sein. Die Beratung, Organisation und das Preis-Leistungsverhältnis sind auf jeden Fall gut und ich denke, dass einige der neu gewonnenen Freundschaften und Eindrücke lebenslang bleiben werden.

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