Freiwilligenarbeit in Neuseeland - Nelson - Sofie B.

Sofie B. unterstützt als Freiwillige ein Zentrum für therapeutisches Reiten in Nelson

„Neuseeland: das schönste Ende der Welt.“ Monate lang habe ich damit verbracht mir die Nase an fantastischen und wunderbar bunten Bildern dieses zauberhaften Landes platt zu drücken. Und dann war es endlich soweit! Noch bevor ich überhaupt neuseeländischen Boden betreten hatte, durfte ich erfahren, dass die Kiwis das netteste Volk der Welt sind. Das neuseeländische Pärchen, welches den Flug über neben mir gesessen hatte, gab mir nämlich kurz vor der Landung ihre Adresse und Telefonnummer. „Du hast doch sonst niemanden hier, an den du dich wenden kannst, wenn du mal ein Problem hast!“, sagte die Frau des Pärchens, als ich mich ungläubig und überrascht bedankte, doch sie tat nur so als wäre es das selbstverständlichste auf der Welt, einem fremden Mädchen seine Adresse zu geben.

Doch so ganz Recht hatte sie nicht, denn mit meiner Organisation hatte ich einen hervorragenden Ansprechpartner! Alle bürokratischen Angelegenheiten waren bis zum Mittagsessen meines ersten Tages in Neuseeland geregelt und dann konnte es auch schon losgehen!

Mittlerweile bin ich einen Monat in Neuseeland und wohne an einem paradiesisch sonnigen, kleinen Fleck namens Nelson bei meiner zauberhaften, lustigen und hilfsbereiten Gastmutter. Unser Haus liegt direkt am Meer und es gibt wenig, was mich so sehr mit Freude erfüllt wie der Moment, wenn mir die salzige Seeluft in die Nase steigt, während ich morgens mit dem Fahrrad zu meinem Freiwilligendienst fahre. Meine Gastmutter ist schlichtweg begeistert davon, mir und meiner – ebenfalls deutschen – Gastschwester die wunderschöne Gegend um Nelson herum zu zeigen oder uns mit klassisch neuseeländischem Nachtisch rund zu füttern. In ihrem gemütlichen und warmen Zuhause voller Kekse und flauschiger Decken konnte ich einfach nicht anders als mich vom ersten Tag an wohl zu fühlen.

Vom ersten Moment an war ich verzaubert von Nelson. Wie kann man auch nicht verzaubert sein von einem Ort, an dem man zu seiner rechten das strahlend blaue Meer hat und zur linken Seite eine kleine gemütliche Stadt umrandet von riesigen grünen Bergen liegt, die aussehen als hätte jemand ihre Farbe mühevoll für ein Gemälde angemischt. Ein weiterer Vorzug von Nelson ist die unschlagbar gute Lage. Nur wenige Minuten braucht man um zum Abel Tasman National Park, Golden Bay oder zahlreichen anderen atemberaubenden Orten zu gelangen, deren Schönheit kein Foto jemals einfangen könnte.

Hier in Neuseeland verbringe ich für ungefähr acht Monate den Großteil meiner Zeit bei meinem Freiwilligendienst bei einem Zentrum für therapeutisches Reiten, wo ich unglaublich inspirierende Persönlichkeiten kennenlernen durfte. Meine Hauptaufgabe besteht darin, die Pferde für die Reiter vorzubereiten - das heißt von der Wiese holen, putzen, satteln und trensen - oder die Pferde zu führen während die Coaches therapeutische Übungen mit den Kindern auf den schaukelnden Pferderücken durchführen. Individuell abhängig von den Fähigkeiten der Reiter habe ich auch oft die Gelegenheit, aktiv mit den Reitern zusammenzuarbeiten, indem wir zum Beispiel Spiele auf den unglaublich braven und geduldigen Pferden spielen. Es ist eine unglaubliche Freude Fortschritte, Entwicklungen und Erfolgserlebnisse beobachten und miterleben zu dürfen, besonders da man die Reiter schnell dank der kleinen Gruppen und intensiven Zusammenarbeit kennenlernt.

Als Volontär darf ich die Pferde in freien Minuten meiner Arbeitszeit auch reiten. Besonders ans Herz gewachsen ist mir dabei der 10-jährige Wallach Johnny Cash, welchen ich auf Grund seines leicht korpulenten Erscheinungsbilds seit letzter Woche regelmäßig reiten und trainieren darf.

Insgesamt habe ich mich seit dem ersten Tag sehr wohl gefühlt, denn Pferde und ihre Gutmütigkeit sind am anderen Ende der Welt genauso wunderbar wie Zuhause. Außerdem ist das Team eine freundliche und offene Gruppe von Menschen, die mich unglaublich schnell in ihr Team und harmonisches Miteinander aufgenommen haben.

Ich kann also aus eigener Erfahrung nur bestätigen, dass Neuseeland das schönste Ende der Welt sein muss und kann es kaum erwarten nach meiner Freiwilligenarbeit hier reisen zu gehen, um mir all die kleinen und großen Wunder dieses sagenhaften Landes anzusehen.



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