Praktikum London - Franziska W.

Franziska W. sammelte wertvolle Erfahrungen in einem Londoner Hotel

England Praktikum London - Franziska W.
England Praktikum London - Franziska W.
England Praktikum London - Franziska W.

Mir geht es hier sehr gut in London und besonders mein Praktikum im Cumberland Hotel macht mir Spaß.

Bereits in den ersten Wochen durfte ich verantwortungsvolle Aufgaben, wie beispielsweise das Überprüfen der Rechnungen auf ihre Richtigkeit, allein übernehmen. Zu meinen täglichen Aufgaben zählen zudem der 24H-Arrival-Check sowie das Abbuchen von Nicht-Erscheinungs-Gebühren. Zusätzlich darf ich das so genannte „money laundering“ überprüfen. Auch Vorauszahlungen durfte ich schon des Öfteren abbuchen. Außerdem helfe ich die Gruppenankünfte vorzubereiten, indem ich zum Beispiel den anreisenden Gästen unter Beachtung derer Wünsche Zimmer zuteile, die Gruppe einchecke oder die Zimmerschlüssel vorbereite. Inzwischen beantworte ich auch Anrufe von der Rezeption, wenn die Rezeptionisten dort Informationen über eine bestimmte Buchung aus dem sog. Extranet brauchen, auf das nur die Administration Zugriff hat. Um all diese Aufgaben durchführen zu können, musste ich natürlich zuerst mit Opera, d.h. dem PMS-System, mit dem das Hotel arbeitet, vertraut werden. Dabei halfen mir jedoch meine Kollegen gerne, indem sie mir nicht nur anfangs alles ausführlich und Schritt für Schritt erklärt haben, sondern mir stets alle Fragen, die beim Bearbeiten einer Aufgabe aufkommen, geduldig beantworten. Ich war sehr erstaunt, wie viel mir direkt von Anfang an zugetraut wurde und wie viele verantwortungsvolle Aufgaben ich selbstständig bearbeiten darf.

Trotz all dem gibt es teilweise Phasen, in denen es nur schwer eine sinnvolle Tätigkeit für mich gibt, weshalb ich beispielsweise zwischenzeitlich über eine Woche lang nur die Gastprofile in Opera entsprechend den Angaben des Gastes auf den Registrierungskarteien aktualisieren durfte, was im Grunde sogar Aufgabe einer ganz anderen Abteilung ist. Auch kommt es inzwischen häufig vor, dass ich für eine Weile gar nichts tun kann, da alle Aufgaben des Tages bereits erledigt wurden.

Dennoch fühle ich mich insgesamt sehr willkommen und aufgehoben im gesamten Admin-Team, was nicht zuletzt darin liegen mag, dass meine Kollegen stets erfreut sind, mir neben den beruflichen Aspekten auch ansonsten die Welt des Hotelbusiness näher zu bringen. So zeigten sie mir einige Beispiele an Zimmern und führten mich durch die unterirdischen Gänge des Hotels, die für die Gäste nicht zugänglich sind. Ebenfalls sehr gefreut hat mich, dass ich die Möglichkeit hatte, das Frühstück im Hotel zu probieren. Auch darf ich jeden Donnerstag an unserem M&E Meeting teilnehmen, was mir ebenfalls nochmals differenzierte Einblicke in die Prozesse und Abläufe im gesamten Backoffice verschafft.
Nicht nur im Büro, sondern auch außerhalb verstehe ich mich sehr gut mit den Kollegen, sodass wir teilweise noch gerne einen Kaffee nach Dienstschluss trinken gehen.
 
Sehr wohl fühle ich mich auch in meiner Gastfamilie. Meine Gasteltern sowie ihr jüngster Sohn, der als einziges ihrer Kinder noch zuhause wohnt, sind wirklich freundlich, sodass ich die Zeit mit ihnen sehr genieße. So essen wir unter der Woche gemeinsam zu Abend – meine Gastmutter ist eine wirklich gute Köchin und zaubert immer etwas Leckeres für die ganze Familie. Und an den Wochenenden war ich nun schon öfters mit meinem Gastvater unterwegs, der mir seine Lieblingsplätze in London sowie die Umgebung, in der wir wohnen, zeigte, während wir uns gerne über Literatur und die neuesten Filme unterhielten.

Zusammengefasst genieße ich die Zeit hier dementsprechend wirklich. Auch bin ich mir sicher, dass vieles, was ich hier lerne, auch später in Studium oder Arbeit noch anwenden werden kann. So sind gute Englischkenntnisse und die Fähigkeit, durch E-Mails oder Telefon mit Kollegen oder Kunden zu kommunizieren, schließlich mit Sicherheit nicht nur im Hotelgeschäft gefragt.
 

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