Freiwilligenarbeit Südafrika - Alexander B.

Alexander B. (19 J.) verbrachte unvergessliche und prägende Wochen als Volontär im Projekt "African Horizon"

African Horizon: Der perfekte Einstieg für eine Afrikareise

Wenn im Tal von Thornhill die Sonne aufgeht,  wird es für eine Gruppe junger Erwachsener langsam aber sicher Zeit, sich aus den Schlafsäcken zu schälen, um ihrem Alltag nachzugehen. Einem Alltag, der sich deutlich vom Tagesablauf eines aufstrebenden Erwachsenen in Deutschland unterscheidet. Einem Alltag, geprägt von der südafrikanischen Sonne und einer ganz besonderen Gruppendynamik, die nur schwer in Worte zu fassen ist.

Nach dem Aufstehen finden sich die Volontäre der „Wildlife Sanctuary African Dawn“ vor ihren Holzhütten zusammen, und machen sich auf den Weg zum „Prep-Room“, wo sie ihre erste von zwei täglichen Fütterungsrunden antreten werden. Vorbei an einer grasenden Gudu-Antilope, dem Gepardengehege und schlussendlich den fünf Farm-Hunden bahnt sich der tägliche Weg zur Arbeit. In Zweier-Gruppen werden unterschiedliche Routen abgelaufen. Es wird das vorher bereits angefertigte Frühstück an unzählige Arten von Vögeln, Erdmännchen, Emus, Antilopen, Wallabies und Buschschweine verteilt, und es werden die Gehege auf Vordermann gebracht. Dasselbe spielt sich erneut am Nachmittag ab. Wasser wird ausgeschenkt, Futterplatten ausgetauscht, Gehege werden ausgefegt. Zwischen den beiden Routen werden noch ein paar Extraaufgaben abgearbeitet. Vom Spielen mit dem inoffiziellen Maskottchen der Farm, einem verfressenden Buschschwein, bis hin zum Geparden füttern, ist alles möglich.

Wo liegt nun das Besondere dieses Projekts? Da ist natürlich zunächst das Arbeiten mit Tieren, die einem nicht unbedingt täglich in deutschen Gärten und Wäldern über den Weg laufen. Es sind aber vor allem die zwischenmenschlichen Erfahrungen, die das Projekt „African Horizon“ zu einem unvergesslichen, und vor allen Dingen prägenden, Erlebnis machen. Ob beim gemeinsamen Kartenspielen, dem abendlichen Lagerfeuer oder der obligatorischen „Movienight“, es entsteht ein freundschaftlicher Zusammenhalt, der die Tage schneller verfliegen lässt als gewünscht. Über dem Camp liegt ein Durcheinander, bestehend aus spanischem Humor, brasilianischer Lebensbegeisterung, britischer Kaltschnäuzigkeit, italienischem Temperament und deutscher Abgeklärtheit, sowie anderen internationalen Einflüssen, welches sich schlussendlich zu einem großen Ganzen fügt. Unter den Teilnehmern ist es bekannt als das „African Dawn Feeling“. Jeder Neuankömmling wird dieses Gefühl schnell verinnerlichen, und jeder Abreisende wird es schnell vermissen. Spätestens wenn die Sonne untergeht und vor dem Camp die Zebras grasen, während um einen herum die englische Sprache in allen möglichen Akzenten herumschwirrt, versteht man die Besonderheit dieses Ortes.

Zusammen ergeben die Arbeit mit den Tieren auf dem Gelände der Farm sowie gemeinsame Aktivitäten, wie zum Beispiel eine Safari- oder Quadbiketour, eine Surfstunde oder Wildwasserfischen auf dem Atlantik, eine Erfahrung, die mehr als nur empfehlenswert ist. Freundschaften werden geschlossen, ein neuer Blickwinkel auf das Zusammenleben mit Tieren erschaffen, und der Ausbruch aus dem deutschen Alltag geschafft.

Das Projekt „African Horizon“ ist der perfekte Einstieg für jugendliche Backpacker, die ihre ersten Schritte auf afrikanischem Boden wagen. Wer sich herantasten möchte an ein Land, welches definitiv unter anderen Gesichtspunkten zu bereisen ist als beispielsweise Kanada, Australien oder Neuseeland, liegt mit dem Projekt mehr als nur richtig. Die ganze Vielfalt Südafrikas kann dieses Projekt logischerweise nicht komplett widerspiegeln. Auch deshalb ist es empfehlenswert, das Projekt zu Anfang des Aufenthalts in Südafrika zu absolvieren, um daraufhin, akklimatisiert und voller Tatendrang, entlang der Südküste auf der atemberaubenden und berühmten „Garden Route“, per Reisebus, zu reisen. Als Sahnehäubchen des Ganzen endet die Strecke in Kapstadt, einer Stadt, die jegliche Reisestrapazen vergessen macht.

Alles in allem bietet das African Horizon Projekt und Südafrika als Land den perfekten Einstieg für eine Reise auf den afrikanischen Kontinent.

Alexander B.



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