Sprachkurs mit Freiwilligenarbeit Kanada - Montréal - Sophie N.

Sophie N. berichtet von ihren Erlebnissen in Montréal / Kanada

Im Herbst 2015 bin ich zu einem dreimonatigen Aufenthalt nach Montréal aufgebrochen. Nach sechs Wochen Französischkurs habe ich weitere sechs Wochen in zwei verschiedenen Sozialprojekten mitgearbeitet.

Mein Sprachkurs:

An der Schule herrscht eine sehr offene und internationale Atmosphäre. Die Sprachschule ist der ideale Ort, um erste Freunde in Montréal zu finden und gleichzeitig internationale Gruppenbildungen zu fördern. Ich habe hier direkt zu Beginn sehr gute Freunde gefunden, von denen ich sicher bin, dass ich auch weiterhin Kontakt mit ihnen halten werde.

Meine Lerngruppen waren nie größer als zehn Personen und meine Mitschüler kamen von drei verschiedenen Kontinenten. Diese internationale Mischung und dass die Gruppe sehr "privat" war, bewirkte, dass der Kurs sehr viel intensiver, aber auch interessanter war, da so auf die Bedürfnisse einzelner eingegangen werden konnte.

Der Sprachkurs hat mir deutlich geholfen, meine Französischkenntnisse aus der Schule zu wiederholen und zu vertiefen. Hilfreich dafür war auch, dass ich schnell in einen höheren und anspruchsvolleren Kurs wechseln konnte, nachdem der erste Kurs zu einfach geworden war. Die Lehrer gaben sich alle Mühe, ein abwechslungsreiches Programm zu bieten, wie zum Beispiel einen Besuch bei "Radio Canada", wo wir unsere eigene Nachrichtensendung aufnehmen konnten.

Ich habe an einigen Freizeitangeboten der Schule teilgenommen, insbesondere an den Entdeckungswalks durch bestimmte Viertel Montréals oder zum Mont Royal. Aber beispielsweise war auch ein Yoga-Kurs dabei, ebenso wie eine Fahrradtour. Die Schule hat uns auch bei der Planung einiger Trips zu Orten in Quebec oder Ontario geholfen. Das Freizeitprogramm bietet gerade am Anfang des Aufenthalts eine ideale Möglichkeit, um neue Freunde zu finden und Montréal näher kennenzulernen. Ich habe hierbei sehr gute Freunde gefunden.

Meine Gastfamilie

Mit meiner Gastfamilie hatte ich wirklich Glück. Ich hatte sowohl ein großes, reichlich ausgestattetes Zimmer als auch, was aber noch viel wichtiger ist, eine wunderschöne Zeit mit meiner Gastmutter und meinen Gastgeschwistern (alles auch internationale Studenten). Im Haus herrschte fast immer eine offene und warme Atmosphäre, auch wenn es teilweise schwierig war, vier "Internationals" zu koordinieren. Doch meine Gastmutter hat sich immer die größte Mühe gegeben und ich habe viele schöne Abende mit Menschen aus anderen Ländern verbracht, die mir auch sehr ans Herz gewachsen sind.

Meine Freiwilligenarbeit

Ich habe Praktika bei zwei verschiedenen Organisationen im sozialen Bereich absolviert. Bei meiner Arbeit für "Share the Warmth" bestand meine Aufgabe darin, mich um das Café und die Boutique der Organisation zu kümmern, was unter anderem in Bedienung, Arbeit an der Kasse oder der Neuorganisation der Boutique bestand. Aber auch die Gespräche mit den Kunden waren sehr wichtig.

Bei „Santropol Roulant“ bestanden meine Aufgaben im Zubereiten von Speisen und der anschließenden Auslieferung zu alten oder kranken Personen, was ich größtenteils zu Fuß erledigt habe.

Ich konnte während meiner Zeit als Freiwillige bei Santropol Roulant sowohl an deren großer Spendengala, der "Harvest Moon Gala", teilnehmen, als auch an einer Volunteer-Appreciation-Party. Beides waren gute Möglichkeiten, um andere Freiwillige kennenzulernen und mehr zu einem Teil der Organisation zu werden.

Fazit:

Die Carl Duisberg Centren haben mich vor meinem Reiseantritt ausführlich über alles Wichtige informiert und standen mir mit kompetenter persönlicher Beratung über E-Mail oder Telefon immer sofort zur Seite, wenn ich eine Frage hatte. Dadurch konnte ich die Reise sehr viel entspannter angehen, da alle Fragen meinerseits geklärt waren.

Insbesondere die direkte Kommunikation mit Frau Kirn hat mir ein sehr gutes Gefühl vermittelt, da ich gut vorbereitet in meinen Auslandsaufenthalt gegangen bin. Das sollte unbedingt beibehalten werden, da es das Gefühl vermittelt, als Individuum und nicht nur als Nummer betrachtet zu werden.

Bevor ich nach Kanada geflogen bin, war ich mir nicht sicher, ob das die richtige Entscheidung für mich ist. Ich hatte zwar das Gefühl, dass ich vor dem Universitätsstart gerne noch etwas anderes machen würde, aber trotzdem nagten die Fragen und die Angst in mir. Nun kann ich vollen Herzens sagen: All die Zweifel waren völlig unbegründet und es war die beste Entscheidung meines Lebens, diesen Schritt zu wagen! Ich habe so viele Orte gesehen, so viele verschiedene Kulturen kennengelernt, Freunde fürs Leben gefunden und mich selbst in sehr positiver Weise weiterentwickelt. Ich bin nun deutlich offener und mutiger als zuvor und würde es jederzeit wieder machen. Dann jedoch in jedem Fall länger als nur drei Monate :D



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