Praktikum Neuseeland - Auckland - Gaby S.

Für Gaby S. kam das Englischsprechen bei verschiedensten schönen Erlebnissen ganz von allein

Letztes Jahr im September hieß es für mich "Goodbye Deutschland" und ab nach Neuseeland.

Der Flug war sehr lang und anstrengend. Ich habe einen Flughafentransfer zu meiner Gastfamilie gebucht und wurde pünktlich vom Flughafen abgeholt.

Meine Gastfamilie war sehr nett und mein Zimmer groß und hell. Ich habe mich gleich sehr wohl gefühlt, auch wenn es am Anfang seltsam war, dass alle nur noch Englisch geredet haben, daran gewöhnt man sich aber schnell!

Am Montag hatte ich dann meinen ersten Schultag. Ich war sehr aufgeregt, aber mein Gastpapa hat mich zur Schule gefahren und mir genau erklärt, wo ich hingehen muss.

Die Rezeptionisten waren sehr geduldig und haben mir eine Willkommensmappe und einen Stundenplan gegeben. Danach folgte ein Einstufungstest, um zu sehen, in welche Klasse man kommt, und eine Rundtour durch das schöne Newmarket.

Die Schule war richtig toll. Der Unterricht war sehr gut strukturiert und an das entsprechende Level der Schüler angepasst und man findet schnell Freunde. Am besten ist, dass dort Leute aus der ganzen Welt studieren. In meiner Klasse gab es zwischenzeitlich 9 verschiedene Nationalitäten. Es wird also nie langweilig und man lernt jeden Tag etwas Neues!

Auckland ist eine wunderschöne Stadt – die größte in Neuseeland. Hier kann man shoppen gehen und auch das Nachtleben kommt nicht zu kurz. Außerdem kann man eine Fähre zu einer der nahe gelegenen Inseln nehmen und dort mit seinen Freunden am Strand liegen. Und wenn man Glück hat, sieht man auf dem Weg sogar Delphine oder Orcas.

Auch die Schule hatte ein sehr abwechslungsreiches Nachmittagsprogramm. Wir sind zum Beispiel ins Kino gegangen oder haben Laser Tag gespielt. Wir waren Rock Climbing oder auf dem Sky Tower. Zu meiner Zeit war grade die Rugby WM (Neuseeland hat übrigens gewonnen :P ), also sind wir mit der ganzen Schule zur Fanzone gegangen und haben die All Blacks angefeuert.

Meine Schulzeit war schon nach einem Monat zu Ende und dann hat mein Praktikum begonnen. Ich hatte ein Gespräch mit der Praktikumsvermittlerin der Schule und meinen neuen Chefs. Ich wurde also immer betreut und wenn ich Fragen und Probleme hatte, konnte ich immer in der Schule anrufen.

Bei meinem Praktikum habe ich sehr viel gelernt. Es war am Anfang etwas komisch. In der Schule haben alle Englisch gelernt und es ist nicht aufgefallen, wenn man einen Fehler gemacht hat. Nun saß ich mit zwei richtigen „Kiwis“ in einem Büro und natürlich haben sie jeden Fehler gehört. Meine Sorgen haben sich aber schnell als unnötig erwiesen. Meine Chefs waren sehr geduldig und haben mir alles in Ruhe erklärt und wenn ich mal etwas falsch gesagt habe, war das nicht schlimm. Außerdem hat sich mein Englisch dort sehr schnell verbessert, weil ich sehr viel reden konnte.

Am Ende meines 6-monatigen Aufenthaltes in Auckland bin ich für 6 Wochen durch Neuseeland gereist. Dies würde ich auf jeden Fall empfehlen, denn Neuseeland ist ein wunderschönes Land mit verschiedensten Landschaften - die ganze Zeit in einer Großstadt zu bleiben, wäre schade.

Es gibt viele Möglichkeiten, durch Neuseeland zu reisen. Dort gibt es überall sogenannte "Backpackers", in denen man übernachten kann. Auch die Transportmöglichkeiten sind sehr gut, und buchen kann man alles in der "I-Site" – dem Touristeninformationszentrum, das eigentlich in jeder größeren Stadt vertreten ist. Ich bin ganz alleine gereist, aber ich habe sehr viele Leute kennengelernt und habe mich nie alleine gefühlt.

Ich habe die verschiedensten Sachen erlebt, das Black Water Rafting in Waitomo, ein Swing in Queenstown, eine Bootstour durch Milford Sound. Ich war wandern im Abel Tasman, Delphin Swimming in der Bay of Island, habe das Tongario crossing gemacht, einen Sky Dive in Taupo und vieles mehr.

Ich würde jedem raten, der mit dem Gedanken spielt – tut es! Ihr werdet es nicht bereuen und wenn ihr in einer Gastfamilie wohnt oder auf eine Sprachschule geht, braucht keiner Angst zu haben, allein zu sein!

Ich bin nach Neuseeland gefahren, um mein Englisch zu verbessern. Ich habe dort aber viel mehr gelernt über Kultur und Menschen. Außerdem bin ich erwachsener und selbständiger geworden. Das Englischsprechen kam ganz von allein. :)



nach oben